Besuch des Bezirksapostels

Der Monat Januar hielt für die Gemeinde Leipzig-Plagwitz einen besonderen Höhepunkt bereit. Am Mittwoch, dem 16. Januar kehrte der Bezirksapostel bei ihr ein. Zehn Jahre waren seit seinem letzten Besuch vergangen, und so war die Vorfreude und Erwartung groß.

Anlässlich dieses besonderen Gottesdienstes waren die Gemeinden Markranstädt und Zwenkau sowie alle Vorsteher und Bezirksbeauftragten des Kirchenbezirks Leipzig mit ihren Frauen nach Leipzig-Plagwitz eingeladen.

Dem Gottesdienst legte der Bezirksapostel das Bibelwort Matthäus 5, aus 37 zugrunde: „Eure Rede aber sei: Ja, ja.“

Gleich zu Beginn seiner Predigt setzte der Bezirksapostel einen besonderen Impuls. Er unterstrich die Bedeutung eines Gottesdienstes und führte aus, dass es wichtig ist, etwas aus dem Gottesdienst mitzunehmen und die Begegnung mit Gott dazu zu nutzen, ihn zu loben und ihm zu danken. Gottesdienst ist auch Anbetung und Lobpreis Gottes. Wir wollen uns bewusst machen, dass Gott uns persönlich anspricht und wir uns fühlen dürfen wie Maria, die am Grab des Herrn von ihm mit ihrem Namen angesprochen wurde und ihn daraufhin als ihren Herrn und Meister erkannte.

Nun wandte sich der Bezirksapostel dem Bibelwort zu. Bezugnehmend auf die beiden Worte „Ja, ja“ führte er aus, dass Wortwiederholungen in der Heiligen Schrift eine besondere Bedeutung haben. Für das verwendete Bibelwort heißt dies: Zunächst einmal treffen wir eine Grundsatzentscheidung – für oder wider Gott. Dieses erste JA muss nun auch durch Beharrlichkeit gelebt und bekräftigt werden. Dies drückt das zweite JA im Bibelwort aus. In diesem Zusammenhang erwähnte der Bezirksapostel das Konfirmationsgelübde. Es ist schnell gesprochen, doch es gilt, das Gelübde im Leben auch umzusetzen. Zur Beharrlichkeit, dem erneuern des JAs, gehört es auch, sich unter den Willen Gottes beugen zu können, wenn Sorgen im Leben aufkommen. Hier hilft uns unser Glaube, der uns wie die kranke Frau in Matthäus 9, 18-22 den Saum des Kleides des Herrn berühren lässt. Ein konsequentes JA zum Guten bedeute aber auch immer ein konsequentes NEIN zum Bösen, betonte der Bezirksapostel abschließend.

Begleitet wurde der Bezirksapostel von Bischof Matthes, der auch zum Mitdienen gerufen wurde, sowie dem Bezirksältesten Cramer und Bezirksevangelisten Gerisch.

Gemeinsam gestalteten die drei versammelten Gemeinden den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes. Instrumentalgruppen und der klangstarke Chor sorgten für den Hörgenuss und bereicherten die Stunde.

CL