Jugendfahrt nach Jena

Fragt man einen Jugendlichen der Neuapostolischen Kirche, was ihm die liebsten Veranstaltungen der Kirche sind, so hört man meistens Dinge wie Gemeindefest, Jugendtag, Jugendgottesdienst, aber auch Jugendfahrt.

Eben letztere führte die Jugend der Gemeinden Markranstädt, Zwenkau und Leipzig-Plagwitz am ersten Februar-Wochenende wieder einmal durch. Ziel: Die Kultur- und Studentenstadt Jena.

Statt auf eine klassische Autokolonne zurückzugreifen, einigte man sich dieses Mal auf die komfortable Anreise per Intercity. Nachdem man sich am Gleis des Leipziger Hauptbahnhofs zusammengefunden hatte, machte es sich der 13 Personen starke Trupp auf den reservierten Plätzen des angenehm leeren Zuges gemütlich. Nach einer lustigen und kurzweiligen Zugfahrt erreichte man nach einer Stunde unbeschadet die Studentenstadt.

An diesem Punkt war die Anreise jedoch noch längst nicht beendet, mit Sack und Pack folgte noch eine Viertelstunde zu Fuß, bis wir endlich das ersehnte Hostel erreichten. Die Zimmerzuteilung wurde schnell und überraschenderweise ohne große Probleme geregelt, wobei die 4 Jungs mit ihrem 6-Bett-Zimmer deutlich mehr Freilaufzone genießen durften als die 6 Mädchen in ihrem gleichgroßen Raum.

Doch lange Zeit zum Verschnaufen blieb der Gruppe nicht, denn es war für den Abend ein Besuch bei unserer ehemaligen Leipzigerin und heutigen Jenaer Studentin geplant. Wieder hieß es für uns, den Weg zu Fuß anzutreten, wobei ein kurzer Zwischenstopp an einer Jenaer Dönerbude für anhaltende Motivation und ein gelungenes Abendessen sorgte.

Bei Mahela angekommen, drängte sich einem die Frage auf, wie unsere 13 Leute sowie Mahela und ihre Freundin in der relativ kleinen Wohnung Platz finden sollten. Letztlich hatte aber jeder seinen Sitzplatz gefunden und der abendliche Schmaus begann. Im Anschluss vertrieb man sich die Zeit mit Gesellschaftsspielen wie Activity und dem beliebten Spiel Mafiosi. Auch den Rückweg zum Hostel konnten wir an diesem Abend noch meistern und in den Zimmern hatte man ebenfalls noch einige Zeit seinen Spaß.

Der Samstag sollte dann der Haupttag der Fahrt werden und dieser hatte es durchaus in sich. Nach einem ausgiebigen Frühstück trat man die geplante Wanderung rund um Jena an, mit dem Ziel: Fuchsturm. Nach einem vorerst angenehmen Weg durch die Stadtstraßen Jenas sowie einem Park stieg der Weg bald an und es ging über Stock und Stein in größere Höhen. Ob der stundenlange Weg nun geplant war oder nicht, irgendwann erreichten wir den Fuchsturm mit dem beistehenden Wirtshaus. Nachdem man zuerst einen Blick vom Turm hinunter auf Jena geworfen hatte, verzog man sich schnell in das warme Wirtshaus und gönnte sich ein ausgiebiges Mittagessen.

Gestärkt trat man den deutlich kürzeren Rückweg nach Jena an, wobei noch eine große Station anstand. Geplant war ein anschließender Besuch im berühmten Jenaer Planetarium. Die Sternenvorstellung dürfte jedoch nicht jeder unserer Gruppe komplett mitbekommen haben, da das stundenlange Wandern seine Spuren hinterlassen hatte und sich der eine oder andere eine kleine Schlafpause nahm.

Den Abend verbrachte man später noch gemeinsam im Gemeinschaftsraum des Hostels, wobei sich auch 2 Jugendliche aus der Gemeinde Jena dazufanden. Man führte rege Diskussionen über Glaubensfragen, lernte sich weiter kennen und spielte wieder einmal Mafiosi.

Mit dem Sonntag brach dann bereits der dritte und letzte Tag der Fahrt an. Der Morgen wurde eingeläutet mit dem Gottesdienst in der Kirche Jena sowie einem anschließenden ausgiebigen Mittagessen zusammen mit der Jenaer Jugend, welche ein köstliches Chilli-Con-Carne-Gericht vorbereitet hatte.

Doch auch hier verging die Zeit viel zu rasant und so nahte auch bald die Zeit des Abschiedes. Mit 2 Taxis ging es schließlich wieder in Richtung des Jenaer Bahnhofes und von dort mit dem Intercity zurück nach Leipzig, wo sich schließlich die Wege nach einem ereignissreichen und spannenden Wochenende wieder trennten.

JK