7. Familienfreizeit vom 10.-12.07.2015 in Worbis

Am 10.07.2015 war es wieder soweit. Unsere Plagwitzer und Markranstädter Geschwister machten sich diesmal auf die Reise in das schön gelegene Fachwerkstädtchen Worbis zum jährlichen Freizeittreffen.

In der "Arche Worbis", einer herrlichen Gemeindeherberge des evangelischen Pfarramtes (eine echte Empfehlung für alle weiteren Familien- und Gemeindefeste), konnten wir nach einer sehr intensiven "Arbeits- bzw. Schulabschluss-Woche" endlich Quartier beziehen. Dabei entpuppte sich das Anwesen wie ideal für uns geschaffen. Mit einem eigenen Innenhof und sehr schön ausgestatteten Zimmern im gehobenen Jugendherberge-Stil, einer komplett eingerichteten Küche sowie einem großzügigen Gemeinschaftsraum war funktional alles perfekt. Die evangelische Kirche ist in die "Arche" integriert, so dass man diese über einen Innenflur sofort erreichen kann.

Damit waren wir schon bei der Ankunft sehr freudig gestimmt und dankbar für die tolle Organisation unserer Geschwister Brigmann, die das diesjährige Treffen unter ihre Schirmherrschaft genommen hatten.

Nach ausreichender Inspektion der Herberge nahmen unsere Kinder den Innenhof in Beschlag. Es wurde einander gejagt, Kubb oder TT gespielt. Wenn auch einmal der Holzstab beim Kubb über'n Zaun zum Nachbarn geworfen wurde, so war es doch ein fröhliches Miteinander, was eben eine Familie ausmacht und immer ein Stück näher bringt.

An der abendlichen Familientafel gab es deftig Gegrilltes, gefolgt von Marshmallows am Lagerfeuer. Dieses wurde trotz Holznot immer wieder durch Klein und Groß mit allem "Brennbarem" fleißig am "Flackern" gehalten. Gerade die Gespräche in "feuriger" Runde waren für uns alle sehr wertvoll, da neben manchem Ulk auch ernste Gedanken uns bereicherten. Das Lagerfeuer, welches langsam ermüdete, bewegte auch die letzten Geschwister, nun endlich zu Bett zu gehen und den ersten Abend dankbar und zufrieden zu beschließen.

Am nächsten Morgen wurde bei strahlendem Sonnenschein an der großen Frühstückstafel Platz genommen. Alle waren schon gespannt darauf, was wohl der Ausflug zum alternativen Bärenpark bringen wird. Nach kurzem Fußmarsch sind wir gegen 10 Uhr dort eingetroffen. Ein Areal von über 14.000 m² für 8 Bären und 5 Wölfe überraschte uns. Es war nicht nur groß, sondern auch sehr natürlich und sauber angelegt. Bei guter Führung und in großer Meute konnten wir dann hautnah die ersten Braunbären erspähen. Bei der späteren Fütterung war alles in lebensechter Bärengröße zu sehen. Ein sehr gelungener Vormittag - so das Fazit aller.

Nach kurzer mittäglicher Stärkung mit großem Nudeltopf hieß es für uns, die Burg Bodenstein zu erklimmen. Hier war wirklich unser Teamgeist gefragt, da unterschiedliche Schrittgeschwindigkeiten die Gruppe immer wieder zum Halten und Sammeln zwangen. Aber nur so zeigt sich eben ein wahrer Zusammenhalt. Bei der Rückkehr wurden zum Frieden aller zwei "Tempogruppen" gegründet. In Worbis kamen wir um einen Abstecher in die Bierscheune nicht herum, da sich dort das kleinste Simson-Museum der Welt (so wurde uns jedenfalls stolz berichtet!) befindet.

Der Abend verlief kürzer als der vorige, denn wir wollten alle am nächsten Morgen fit für den Gottesdienst sein. Nach gelungenem Frühstück wurde das kleine Kirchlein noch hergerichtet. Den Gottesdienst umrahmten unsere Kinder mit dem Lied: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind". Insgesamt waren wir sogar 23 Geschwister. Es wurde eine "bärenstarke" Stunde, denn Gott dient denen, die Friedensstifter sein wollen, die Gott als Priorität vor Augen haben, ihm vertrauen und Mut haben, ihm zu folgen - eben all das, was auch wir an diesem Wochenende als Gemeinde erlebt haben.

Zum Mittag gab es ein großes "Kartoffel-Quark-Spektakel". Anschließend wurde ausgecheckt. Nach dem "Adieu-Gebet" (so wie es Bianca formulierte) traten alle mit dankbarem Herz und viel Umarmung sowie der festen Absicht: "Eine 8. Familienfreizeit folgt!" die Heimreise an.

Wir durften für ein paar Stunden einander näher sein, das Alltagsgeschehen ausblenden, Bruder und Schwester neben uns auf Augenhöhe wissen, unsere Kinder wieder intensiver wahrnehmen, Glauben sichtbar machen und Hoffnung miteinander mehren. Denn nicht nur Freude und Dankbarkeit, sondern auch manche Träne und stille Sorge sind unsere ständigen Wegbegleiter. Dennoch können wir als Christen mit ganzem Herzen bekunden: "Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein"...

F. & K.P.