Gottesdienst für Hörgeschädigte

Am Sonntag, den 13. August, erlebten die Geschwister der Gemeinde Leipzig-Plagwitz, die Hörgeschädigten aus dem Raum Leipzig und deren Begleiter einen gemeinsamen Gottesdienst.

Als Grundlage diente das Bibelwort aus Galater 5, Vers 13:

"Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt; sondern durch die Liebe diene einer dem andern. Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!"

Der Vorsteher der Gemeinde Leipzig-Plagwitz, Evangelist Gerhard Weiß, der von Schw. Nadin Lorenz in die Gebärdensprache übersetzt wurde, führte aus, dass die Menschen schon immer nach Freiheit streben und ihre Wünsche möglichst alle erfüllen möchten. Es gibt auch heute noch viele Millionen Menschen, die unfrei als Sklaven leben müssen, die diese Freiheit nicht haben. Aber oft wird wahre Freiheit auch falsch verstanden. Man meint, frei zu sein bedeutet, tun und lassen zu können, was man will. Auch auf Kosten anderer.

Wie ist es im Geistigen? Gott hat den Menschen die Freiheit gegeben, sich zu entscheiden. Freiheit bedeutet auch Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und Freiheit, die uns Christus schenkt, ist immer die Entscheidung zum Guten.

Priester Schweda sagte im Mitdienen, wir wollen uns für das Gute entscheiden, so wie es Christus uns vorgelebt hat und uns untereinander mit Liebe begegnen.

Nach dem Gottesdienst blieben die Hörgeschädigten und die Geschwister der Gemeinde noch bei einem Brunch zusammen. Im Zusammensein schmeckten die mitgebrachten Salate, Kuchen und die lecker gebratenen Würste bei angenehmen Gesprächen besonders gut.

Für unsere Hörgeschädigten hatten die Brüder der Gemeinde etwas ganz besonderes vorbereitet: Eine Orgelführung! Eine Orgelführung? Ja, anhand von Orgelpfeifen wurde versucht zu erklären, wie Töne entstehen und als dann noch beim Spielen der Boden und die Wände des Instrumentes zu vibrieren begannen und man die Töne spürte, war die Begeisterung riesengroß.

Danke an dieser Stelle auch einmal an die Geschwister der Gemeinde Leipzig-Plagwitz. Wir werden dort zu diesen besonderen Gottesdiensten immer lieb aufgenommen und fühlen uns dort sehr wohl!

Am Nachmittag gab es dann den nächsten Höhepunkt für uns. Geschwister Lochmann hatten eine Schifffahrt auf den Leipziger Gewässern organisiert. So fuhren wir auf den Kanälen an wunderschön sanierten und zu Wohnungen umgebauten alten Fabrikgebäuden vorbei und erfuhren, dass schon Karl Heine vor vielen Jahrzehnten Leipzig zu Wasser mit Hamburg verbinden wollte.

Bei herrlichem Sonnenschein ging dann dieser wunderschöne Sonntag zu Ende.

Danke für diesen wunderbaren Tag an alle Beteiligten und an unseren himmlischen Vater, der uns so eine schöne Gemeinschaft geschenkt hat.