Gottesdienst mit Segensspendung zur Silberhochzeit

Im Sonntagsgottesdienst am 13. September 2026 in Bad Liebenwerda wurde der Segen zu einer Silberhochzeit gespendet. Der Gemeindevorsteher Priester Ronald Klar leitete den Gottesdienst, zu dem auch die Gemeinde Falkenberg/Elster anwesend war.

Als Bibelwort für den Gottesdienst dienten Worte aus Apostelgeschichte 5,42: „Und sie hörten nicht auf, alle Tage im Tempel und hier und dort in den Häusern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesus Christus.“ Dazu passend stimmte die Gemeinde das Lied Nr. 382 „Das Gotteshaus ist unsre Lust“ an. Der Gemeindechor beider Gemeinden trug das Wunschlied des Silberpaares „Liebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit hast gemacht“ vor.

Auf das Paar eingehend, sagte Priester Klar, dass die Verbindung durch Liebe und Musik geprägt ist.  Am Tag zuvor hatte er bei einem Konzert ein Lied eines Kinderchors mit dem Titel „Du bist ein Ton in Gottes Melodie“ gehört. Auch wir können uns dessen bewusst sein.

Das Bibelwort setzt zwei Eckpunkte: das Evangelium sowohl im Tempel, also öffentlich, als auch in den Häusern, also im privaten Umfeld zu lehren und zu predigen. Der Tempel darf Treffpunkt für Menschen unterschiedlichster Art und aus den verschiedensten Beweggründen sein. Daran anknüpfend richtete er die Frage an die Gottesdienstteilnehmer, was der Tempel für uns heute ist.

Anschließend wurde Priester Stefan Gerisch um einen Predigtbeitrag gebeten. Er machte auf das Gegenteil der biblischen Aussage aufmerksam: Wie oft hört man heute auf, bricht etwas ab und unterliegt der Versuchung der Unbeständigkeit. Einen Beweis für Beständigkeit in fünfundzwanzig Ehejahren hätten die beiden Eheleute gegeben. In einer christlichen Ehe sitzt Gott auch am Küchentisch und ist nicht nur am Sonntag präsent. Silber sei zudem ein Bild für ein Edelmetall, das allerdings auch ab und zu geputzt werden müsse.

Katharina und Enrico Hesse aus der Gemeinde Leipzig-Plagwitz hatten aus familiären Gründen darum gebeten, den Silberhochzeitssegen in der ehemaligen Heimatgemeinde der Braut zu empfangen, um auch nahen Familienangehörigen die Teilnahme zu ermöglichen.

In seiner Ansprache widmete der Vorsteher dem Jubelpaar das Bibelwort aus Psalm 68,20–21: „Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn, einen Herrn, der vom Tode errettet.“ Das Ehepaar könne Gott loben für seine Wegbegleitung. Fünfundzwanzig gemeinsam erlebte Jahre seien nicht selbstverständlich. Auferlegte Lasten können in einer Ehe geteilt werden. Mit herzlichen Worten spendete Priester Klar den Eheleuten den Segen zu ihrem Ehejubiläum. Nach dem Gottesdienst hatten die Teilnehmer bei der Verabschiedung Gelegenheit, dem Silberpaar ihre persönlichen Glückwünsche zu überbringen.